Welcher ist der beste Dämpfer für die Geige? Darum soll es heute in meinem Beitrag gehen. Lassen Sie uns direkt starten. Ihr Klang ist unvergleichlich, warm und besonnen, liebevoll und zärtlich, suchend und fragend, manchmal verloren, manchmal behutsam und von Zeit zu Zeit vollkommen geladen und hingebungsvoll.

Der Klang der Violine ist einzigartig und in dieser Einzigartigkeit sind Welten verborgen, die sich nur den Ohren und Herzen der Zuhörer und Zuhörerinnen eröffnen. Der Klang der Violine kann uns wie eine gefühlvolle Umarmung einbetten und träumen lassen. Das ist das Wunder der Musik, das Wunder der Violine, das darauf wartet, durch die Hände ihrer Spielerin entfaltet zu werden.  

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der beste dämpfer für die geige

Doch auch anders kann die Violine, denn in ihr stecken viel mehr als nur schöne und liebliche Melodien: kräftige Beats, groovige Rhythmen, schrille Schreie, temperamentvolle Laute, wütende Argumentationen, ungezähmte Vibrationen, mystische Klänge, frei und unkontrollierte Geräusche und Soundeffekte – die Liste der Möglichkeiten ist unendlich.

Der Klang- und Ausdruckswelt der Violine sind keine Grenzen gesetzt. Kein Wunder also, dass sie als die Königin der Instrumente bezeichnet wird.

So bunt wie die Klangwelt der Violine ist, so vielseitig sind auch die Möglichkeiten, ihren Klang auf verschiedene Art und Weise zu beeinflussen. Eine übliche und sehr häufige Art der Klangveränderung und Verringerug der Lautstärke von Instrumenten ist die Verwendung eines Klangdämpfers.  Dieser wird je nach Modell an bestimmten Stellen der Instrumente angebracht und dämpft die Stimme des Musikinstrumentes. Vergleichbar ist der Sound dann mit Ihrer Stimme, wenn Sie sprechen und sich dabei die Nase zuhalten. Ganz so banal ist es natürlich nicht, aber dennoch ist es ein ganz treffendes Beispiel, um Ihrer Vorstellung auf die Sprünge zu helfen.

Natürlich gibt es, wie auch bei den Violinen oder Bögen, verschiedene Modelle von Dämpfern. Nicht jedes Modell ist automatisch auch tatsächlich für jeden Zweck geeignet. Sie sollten sich fragen, wofür sie den Dämpfer benötigen. Wollen Sie mit verschiedenen Klängen experimentieren? Brauchen Sie einen Dämpfer für das Orchesterspiel? Oder wollen Sie einen Dämpfer, der die Lautstärke der Geige beim Üben verringert?

Wir wollen Ihnen heute dabei helfen, den richtigen Dämpfer für Sie auszuwählen und stellen Ihnen fünf Top Modelle vor, die wir für Sie getestet haben.

Bevor wir uns aber in die Welt der Dämpfer stürzen, wollen wir noch einen Blick auf folgende Frage werfen:

Wie kommt der Klang der Violine eigentlich zustande?

Fast wie ein Tanz wirkt die Vibration der Saiten, die ich im Augenwinkel beobachten kann, wenn ich Geige spiele. Die Reaktion auf die Reibung von Saiten und Bogenhaar ist der Klang und dessen Entstehung scheint irgendwie zauberhaft zu sein. Die Saiten schwingen gleichmäßig auf und ab und diese Bewegung spüre ich im ganzen Körper. Ich und das Instrument fließen ineinander und das Spiel kann beginnen.

Ein magisches Zusammenspiel von Physik und Emotion

Der Klang der Violine ist natürlich nicht nur Magie, sondern lässt sich wissenschaftlich erklären. Physik und Emotion sind die Zutaten, die man für das Violinspiel braucht und damit kommen wir auch gleich zum Thema.

Der Klang der Geige entsteht durch die Schwingung der Saiten beim Anstreichen mit dem Bogen oder beim Anzupfen mit dem Finger. Die Schwingungen werden über den Steg der Violine, über den die Saiten gespannt sind, auf den Korpus des Instrumentes übertragen. Der Korpus stellt den Resonanzkörper dar, welcher den Klang verstärkt und nach außen trägt.

Welche Faktoren beeinflussen den Klang der Geige?

Natürlich gibt es viele Faktoren, die den Klang der Violine beeinflussen. Darunter fällt das Instrument selbst. Die Auswahl eines geeigneten Instruments und eines geeigneten Bogens ist daher unumgänglich. Die Herstellungsmaterialien wie beispielsweise die Hölzer spielen eine enorm wichtige Rolle. Außerdem beeinflussen auch die Qualität der Saiten und das Kolophonium zum Bestreichen der Bogenhaare den Sound der Violine. Zu guter Letzt ist der wichtigste aller Faktoren aber natürlich der Spieler oder die Spielerin selbst.

Neben Herstellungsmaterialien und Ausstattung gibt es noch sogenannte künstliche Hilfsmittel zur Klangbeeinflussung. Darunter zählt einerseits eine Spieltechnik, die Vibrato genannt wird und den Klang der Geige durch das Bewegen des Arms, des Handgelenks oder des Fingers der linken Hand, verändert, und andererseits der Dämpfer, mit dem wir uns heute näher beschäftigen.

Der Dämpfer wird auf dem Steg der Violine angebracht und macht den Klang leiser und weicher. Natürlich gibt es verschiedene Arten von Dämpfern, die den Klang auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Lesen Sie weiter, um mehr über die verschiedenen Modelle von Geigendämpfern zu erfahren.

Welche Arten von Geigendämpfern gibt es?

Bei den Geigendämpfern unterscheidet zwischen den sogenannten Aufsatzdämpfern, Saitendämpfern und den Korpusdämpfern.

  • Aufsatzdämpfer

Der Aufsatzdämpfer wird auf den Steg der Geige aufgesetzt. Je nach Material und Form dämpfen diese Modelle den Klang unterschiedlich stark.

  • Saitendämpfer

Der Saitendämpfer wird an die Saite der Geige geklammert. Diese Modelle dämpfen den Klang nicht so stark wie die Modelle des Aufsatzdämpfers. Sie lassen sich einfach und schnell anbringen und abnehmen.

  • Korpusdämpfer

Der Korpusdämpfer wird im Inneren der Geige am Korpus befestigt. Diese Modelle werden sehr selten verwendet, da sie den Klang extrem stark dämpfen.

Wofür werden Dämpfer verwendet?

Dämpfer finden Verwendug in unterschiedlichen Settings:

  • Beim Üben

Die wohl häufigste Verwendung findet der Dämpfer beim Üben, um Nachbarn nicht zu stören, oder andere Hotelgäste, wenn man auf Reisen üben möchte oder will.

  • Im Orchester

Ebenso üblich ist die Verwendung des Dämpfers in der Orchestermusik. Oftmals wird in der Orchesterliteratur darauf verwiesen, den Dämpfer an gewissen Stellen aufzusetzen, um so einen ganz eigenen und speziellen Orchesterklang zu erzeugen.

  • Beim Solo Spiel

Auch in der Solo-Literatur kommt es immer wieder zur Verwendung des Dämpfers, um bestimmte Klangeffekte zu erzeugen.

Nachdem wir uns nun einen Überblick über die Klangerzeugung und Klangveränderung beim Geigenspiel verschafft haben, stellen wir Ihnen die Top 5 Geigendämpfer – Modelle vor, um Sie bei Ihrem Kauf zu unterstützen.

Welcher ist der beste Dämpfer für die Geige?

  1. Artino PM-01 Practice Mute VN/VA

Wir starten mit einem Klassiker, dem Artino PM-01 Übungsdämpfer. Ideal für alle, die die Lautstärke der Violine aus speziellen Gründen verringern wollen.

Der Artino Dämpfer ist aus Metall mit einem Gummiüberzug, der den Steh schützt und den Klang erhält aber dennoch beträchtlich dämpft. Er wird über dem Steg angebracht und deckt alle vier Saiten ab.

Test: Der Artino Übungsdämpfer ist äußerst empfehlenswert, wenn man es leise haben möchte, denn er reduziert die Tonlautstörke der Violine wohlgemerkt am stärksten. Sein Gewicht befindet auf der schweren Seite, was an seinem Material liegt. Daran muss man sich anfangs gewöhnen. Glücklicherweise ist der Dämpfer mit einem Gummimantel überzogen und schützt den Steg vor Abnutzungen.  Der Dämpfer kommt in einem eigenen kleinen Etui und lässt sich somit wunderbar transportieren. All in all, wirklich ein sehr zufriedenstellendes Produkt, das nicht nur Sie selbst, sondern vor allem Ihre Nachbarn glücklich machen wird.

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  1. Gewa Mute Tourte-Bech Violin

Nummer Zwei ist der Mute Tourte-Bech Violin des weltbekannten Herstellers Gewa, ideal für das Orchesterspiel geeignet. Dieser feine Dämpfer für Violine kommt mit einem eingebauten Magnet und Metall Clip, um das Verrutschen und Wackeln des Dämpfers während des Spiels zu vermeiden, und so lästige Nebengeräusche zu verhindern.

Der Dämpfer wird am Steg angebracht und deckt die zwei mittleren Saiten ab, dämpft aber trotzdem alle vier Saiten.

Test: Bemerken lässt sich der Dämpfeffekt sehr wohl, jedoch ist dieser weit nicht so stark ausgeprägt wie der Effekt beim Artino Übungsdämpfer. Der Klang der Geige wirkt beim Verwenden des Dämpfers sehr weich und seiden, was mir besonders gut gefällt. Ich liebe den Magneten, der ungewollte Nebengeräusche verhindert. Tolles Feature!

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  1. Alpine Mute Professional Mute Violin

Sind Sie auf der Suche nach einem besonders warmen Sound? Dann sind Sie beim Alpine Mute an der richtigen Adresse angelangt. Der schwarz gekleidete Dämpfer mit Messingeinlage erzeugt einen runden und natürlichen Ton, in den Sie sich verlieben werden. Ideal ist dieser Dämpfer für das Orchester- aber auch Ihr Solo-Spiel.

Test: Der Dämpfer verleiht der Violine einen sonnigen Klang. Er ist sehr einfach handzuhaben. Die Lautstärke verringert er nur in winzigem Maße. Zum Üben eignet er sich daher nicht, dafür aber für das Orchester- oder Ensemblespiel und genauso auch für das Solo-Geigen.

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  1. Gewa Mute Heifetz Violin

Der nach dem weltberühmten Geiger J. Heifetz benannte Dämpfer von Gewa ist einer der gängigsten Dämpfer für Violinen. Er ist handlich und fällt wortwörtlich nicht ins Gewicht. Er ist rein aus Gummi und somit wunderbar leicht. Der Gewa Mute erfüllt seinen Zweck und dämpft den Klang der Violine um eine leichte aber bemerkbare Nuance. Angebracht wird er an der Mitte des Stegs.

Auch dieser Dämpfer ist ideal für das Orchester- oder Ensemblespiel.

Test: Ich verwende diesen Dämpfer bereits ein Leben lang. Er ist klein und super easy zu handhaben. Etwas nervig ist, dass er bei der Nicht-Verwendung während des Spiels etwas Hin- und Herwackelt und manchmal unerwünschte Nebengeräusche erzeugt. Sehr gerne mag ich das Gewicht, das beim Spielen absolut unbemerkbar ist und den feinen Ton, den er bei seiner Anbringung kreiert.

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  1. Roth-Sihon Violin Mute

Last but not least testen wir den Roth-Sihon Violin Mute für Sie. Dieser Dämpfer ist eine Art Röhre aus Weichplastik und verweilt immerzu auf dem Instrument. Der Dämpfer ist ideal, um individuelle Klangfarben und Effekte beim Solospiel zu erzeugen.

Test: Der Dämpfer ist sehr einfach anzubringen und ermöglicht Ihnen, den Klang individuell zu dämpfen, je nach Positionierung. Je näher sie den Dämpfer zum Steg schieben, umso mehr werden die Resonanzen der Violine verringert. Was mir persönlich besonders gut gefällt, ist, dass der Dämpfer durch die Art und Weise seiner Anbringung  die Saiten nicht belastet. Die außergewöhnliche Klangqualität und die Klangfarbenpalette, die sich mithilfe dieses Dämpfers ergeben, sprechen für den Kauf dieses Modells. Überzeugen Sie sich selbst!

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Welcher Dämpfer soll es sein?

Die Welt der Klangfarben und Ausdrucksmöglichkeiten beim Violinspiel ist unendlich. Je nach Ihren Bedürfnissen und Wünschen, können Sie das Hilfsmittel Dämpfer für Ihr Violinspiel heranziehen und sich selbst weitere Klangtüren eröffnen.

Wenn Sie das Experimentieren und das Solospiel lieben, dann greifen Sie am besten zum Roth Sihon Violindämpfer. Der Dämpfer ist ideal, um individuelle Klangfarben und Effekte zu erzeugen.  

Legen Sie Wert auf die Zufriedenheit Ihrer Nachbarn, üben Sie auch nachts oder sind Sie viel auf Konzertreisen unterwegs und müssen im Hotel üben? Dann greifen Sie am besten zum Artino PM-01 Übungsdämpfer. Dieser ist perfekt geeignet für alle, die die Lautstärke der Geige beträchtlich reduzieren wollen.

Für das Orchester- und Ensemblespiel haben Sie mehrere geeignete Möglichkeiten: Sie können sich zwischen dem Mute Tourte-Bech Violin, dem Alpine Mute und den Gewa Mute Heifetz entscheiden.

Der Mute Tourte-Bech Violin zeichnet sich durch sein eingebautes Magnet aus, das Verrutschen und Wackeln des Dämpfers während des Spiels vermeidet und so lästige Nebengeräusche zu verhindert. Der Alpine Mute Der Dämpfer verleiht der Violine einen weichen und warmen Klang. Der Heifetz Mute ist wunderbar leicht und easy handzuhaben.

Glücklicherweise sind die Violindämpfer preislich sehr günstig. Warum also nicht gleich alle fünf Modelle ausprobieren? Überzeugen Sie sich selbst und starten noch heute Ihre Reise in die Klangwelt der Violine und Dämpfer.

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